Nachdem am Dienstag die erneute Schwangerschaft von Prinzessin Kiko bekannt gegeben wurde, hat Premierminister Koizumi die ursprünglich noch vor Juni geplante Vorstellung einer Gesetzesvorlage zu einer Verfassungsänderung, die auch weiblichen Nachkommen eine Thronbesteigung ermöglichen sollte, vorläufig verschoben.
Die Vorlage entsprach der Empfehlung einer Kommission vom Ende letzten Jahres und wurde notwendig, da seit über 40 Jahren in der kaiserlichen Familie kein potentieller männlicher Thronfolger mehr geboren wurde, die derzeitige japanische Verfassung aber Mädchen von der Thronfolge ausschließt.